Unterausschuss „G“ der ständigen Deutsch-Niederländischen Grenzgewässerkommission

Der Unterausschuss „G“ ist ein Unterausschuss der ständigen Deutsch-Niederländischen Grenzgewässerkommission. Diese wurde 1963 anlässlich des Grenzvertrags zwischen Deutschland und den Niederlanden (von 1960) gegründet. Die Aufgabe der Kommission ist die Beratung über wasserwirtschaftlich Fragen, die für die Grenzgewässer im jeweiligen Nachbarstaat von Bedeutung sind.

Der Großteil der Abstimmungen erfolgt dabei in sieben Unterausschüssen (A bis G), in denen alle direkt Beteiligen der regionalen Wasserwirtschaft auf beiden Seiten der Grenze vertreten sind.

Der Unterausschuss „G“ behandelt das Ems-Dollart Gebiet. Seit Verabschiedung des Ems-Dollart-Umweltprotokolls (von 1996) werden auch Fragen des Gewässer- und Naturschutzes bearbeitet. Hierzu gehören in den letzten Jahren auch vermehrt Aufgaben im Zusammenhang mit der Umsetzung der WRRL und der HWRM-RL.

Mit Abschluss des Vertrages zur Nutzung und Verwaltung des Küstenmeeres zwischen 3 und 12 Seemeilen (2014) sind weitere Regelungen bezüglich der Verlegung von Kabeln und Rohrleitungen und der Gewinnung von erneuerbarer Energie getroffen worden, die ebenfalls im Unterausschuss „G“ behandelt werden.

Zur Unterstützung des Unterausschusses bei der Bearbeitung spezieller Themen werden bei Bedarf Arbeitsgruppen (z.B. Arbeitsgruppe Gewässergütesystem Ems Dollart, Arbeitsgruppe Wissensaustausch Schlick, …) eingerichtet, in denen Experten aus beiden Staaten vertreten sind.

  • Arbeitsgruppe Gewässergütesystem Ems-Dollart-Ästuar

    Vor dem Hintergrund der im Jahr 2000 veröffentlichen Richtlinie 2000/60/EG des Europäischen Parlamentes und des Rates vom 23. Oktober 2000 zur Schaffung eines Ordnungsrahmens für Maßnahmen der Gemeinschaft im Bereich der Wasserpolitik (Wasserrahmenrichtlinie – WRRL) hat man im Unterausschuss „G“ beschlossen, dass für den Bereich des Ems-Dollart-Ästuars eine gemeinsame Bearbeitung zur Umsetzung der WRRL erfolgen soll. Für die 3 definierten Oberflächenwasserkörper „Übergangsgewässer Ems-Ästuar“, Küstengewässer Ems-Ästuar“ und „Küstenmeer Ems-Ästuar“ konnte im Jahr 2005 die erste gemeinsame Bestandsaufnahme an die EU gemeldet werden. Weitere Abstimmungen und Absprachen zu einem gemeinsamen Monitoringprogramm, gemeinsamen Beurteilungsverfahren und einer gemeinsamen ökologischen und chemischen Bewertung der Wasserkörper wurden in der Arbeitsgruppe vorgenommen und die Ergebnisse wurden den jeweiligen Gremien für die Berichterstattung mitgeteilt. Auch zukünftig wird durch diese Arbeitsgruppe eine gemeinsame Bewertung nach WRRL sichergestellt.

  • Arbeitsgruppe Wissensaustausch Schlick

    Vor dem Hintergrund der Schlickproblematik in der unteren Ems und der Außenems hat der Unterausschuss „G“ der deutsch-niederländischen Grenzgewässerkommission am 09.09.2015 beschlossen die Arbeitsgruppe „Wissensaustausch Schlick“ einzurichten. Die Arbeitsgruppe bildet eine Plattform, in der alle Erkenntnisse zum Thema Schlick zusammengetragen und ausgetauscht werden, die in den Niederlanden und in Deutschland erarbeitet werden. 
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  • Arbeitsgruppe Hydromorphologische Integrität

    Zeitgleich zur Arbeitsgruppe „Wissensaustausch Schlick“ wurde die Arbeitsgruppe „Hydromorphologische Integrität eingerichtet. Auch sie befasst sich mit der Schlickproblematik der unteren Ems, behandelt jedoch in erster Linie Themen der Modellierung und Überwachung der Hydrodynamik und der Schlicktransporte im Fluss und Ästuar.

    Eine Auflistung der in diesem Zusammenhang relevanten Forschungsergebnisse finden Sie hier:

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