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Zeitplan

Die Richtlinie unterscheidet drei Stufen der Umsetzung. In der ersten Stufe muss für die Flussgebiete oder für Teile von internationalen Flussgebieten eine vorläufige Bewertung der Hochwasserrisiken durchgeführt werden. Auf der Grundlage von relevanten geographischen Informationen und einer Analyse vergangener Hochwasser erfolgt eine Bewertung ob ein potenzielles signifikantes Hochwasserrisiko für Gebiete in der Flussgebietseinheit besteht. In der zweiten Stufe sind für die im Rahmen der vorläufigen Bewertung festgelegten Gebiete mit einem signifikanten Hochwasserrisiko Gefahren- und Risikokarten zu erstellen. In den Karten werden für verschiedene Hochwasserszenarien (Hochwasser mit niedriger, mittlerer und hoher Wahrscheinlichkeit) u. a. das Ausmaß der flächenmäßigen Überflutung, die Wassertiefe bzw. die Wasserstände für die überfluteten Flächen und Informationen zu bestimmten Risikofaktoren  dargestellt.  Auf der Grundlage der vorgenommenen Risikobewertung und der erarbeiteten Gefahren- und Risikokarten sind in der dritten Stufe Hochwasserrisikomanagementpläne für die Flussgebiete zu erstellen.


Für die Umsetzung der einzelnen Stufen und die wiederkehrende Überprüfung der Arbeitsschritte sieht die Richtlinie unterschiedliche Zeithorizonte vor, die nachfolgend dargestellt werden.

Wichtige Umsetzungsfristen Erstmalige Erstellung Überprüfung
Vorläufige Risikobewertung22. Dezember 201122. Dezember 2018

anschl. alle 6 Jahre

Hochwassergefahren- und

Hochwasserrisikokarten

22. Dezember 201322. Dezember 2019

anschl. alle 6 Jahre

Hochwasserrisikomanagementpläne22. Dezember 201522. Dezember 2021

anschl. alle 6 Jahre

Letzte Änderung: 10.02.2017



Bei der Erarbeitung politischer Maßnahmen für die Wasser- und Flächennutzung sollten die Mitgliedstaaten und die Gemeinschaft die potenziellen Auswirkungen berücksichtigen, die solche Maßnahmen auf das Hochwasserrisiko und das Hochwasserrisikomanagement haben könnten.


Auslassbauwerk Thülsfelder Talsperre